*Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.*
(Pythagoras ,-582--496, griech. Philosoph und Mathematiker)

 

Kein Ei aus Quälerei

In der Käfighaltung entspricht der Lebensraum eines Huhns nicht einmal der Größe einer DIN A4 Seite. Zu fünft oder sechst sind sie in einen Käfig gesperrt – kein Platz zum Gehen oder Flattern, keine erhöhte Sitzmöglichkeit auf einer Stange, kein ruhiger Platz zum Eierlegen, kein natürlicher Boden zum Scharren, kein Tageslicht. Stattdessen stehen sie auf dünnem, leicht geneigtem Drahtgitter, damit die Eier gleich abrollen können.
Durch dieses enge Beisammensein der Hühner kommt es zu Aggressionen, die oft bis zum Kannibalismus führen. Der Zwang, fast täglich ein Ei zu produzieren (hervorgerufen durch ständiges Kunstlicht und hochkonzentriertes Futter) führt überdies zu brüchigen Knochen, weil die überzüchteten Tiere auch das letzte bisschen Knochenkalzium in die Eierschalen investieren müssen.
Die Hennen, die diese Tortur 1 Jahr überlebt haben, enden als Suppenhühner in den Kühlregalen der Supermärkte. Dafür werden sie brutal aus den Käfigen genommen, in Transportkisten gepresst und letztendlich im Schlachthof mit den Beinen ans Fließband gehängt, wo automatisierte Messer die Tötung vornehmen. Da der Marktwert eines solchen Huhns bei etwa 5 Cent liegt, macht sich niemand die Mühe, besonders rücksichtsvoll mit ihnen umzugehen.

Seit dem 01.01.2004 ist die EU-weite Kennzeichnungspflicht für Eier in Kraft getreten. Der Verbraucher erhält dadurch mehr Transparenz beim Eierkauf im Geschäft.

Vorgeschrieben ist, die Haltungsform bereits auf den Eierverpackungen sichtbar zu machen:

»Eier aus Käfighaltung«, »Eier aus Bodenhaltung«, »Eier aus Freilandhaltung«

Jedes Ei wird mit einem Erzeugercode gestempelt.

Die erste Ziffer gibt die Haltungsform an: 

                                                                       0 = ökologische Erzeugung
                                                                       1 = Freilandhaltung
                                                                       2 = Bodenhaltung
                                                                       3 = Käfighaltung

                    


Die folgenden Buchstaben nennen das Herkunftsland:

DE für Deutschland, FR für Frankreich, NL für Niederlande etc..
Eier aus Drittstaaten, ohne den EU-Regelungen vergleichbare Haltungsanforderungen; müssen auf dem Ei mit Herkunftsland und der Angabe »Nicht-EU-Norm« gekennzeichnet werden.
Nun folgt die Nummer des Herstellungsbetriebes.

Auf dass die neue Regelung bei den Verbrauchern endlich den Griff ins Eierregal verändert, denn noch immer weicht das Einkaufsverhalten ernorm von den Lippenbekenntnissen ab, denen zufolge rund 90 % der Bürger Käfighaltung ablehnen und uns solche Bilder in Zukunft erspart bleiben:


     

- kein Ei mit 3 -

 

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